Warum ein gutes Motorenöl für Ihren Oldtimer?

Mehr als zwei Drittel der deutschen Oldtimerfahrer verwenden ein ungeeignetes Motoren- oder Getriebeöl. Viele Halbwahrheiten über die Qualität und die Einsatzmöglichkeiten von Schmierstoffen kursieren nicht nur in Internetforen und Blogs, sondern auch in Printmedien und im Fernsehen. Die Qualität eines Schmierstoffes allein aufgrund der DIN oder API Klassifizierung beurteilen zu können, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Zahlreiche Produkttests basierendarüber hinaus ausschließlich auf Frischölen, die im Labor untersucht werden...

Informieren Sie sich aus erster Hand beim Hersteller! Unser Expertenteam hat einige Punkte für Sie zusammengefasst. Falls Sie weitere Fragen zu unsere Produkten haben, stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

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QUALITÄTSMERKMALE

Die Qualität eines Schmierstoffes allein aufgrund der DIN oder API Klassifizierung beurteilen zu können, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Zahlreiche Produkttests basieren darüber hinaus ausschließlich auf Frischölen, die im Labor untersucht werden. Bei diesen Untersuchungen stellt man eine Konformität in Bezug auf DIN, API oder ACEA fest, sprich ob ein Schmierstoff im Frischzustand innerhalb der geforderten Spezifikation liegt. Das ist eine Momentaufnahme im Neuzustand, die wenig fundierte Rückschlüsse auf das Scherverhalten (die Veränderung der Viskosität durch Temperatur- und Druckeinfluss), die Qualität im Bezug auf Standzeit, Temperaturbeständigkeit, Abrieb- und Schmutzaufnahmeverhalten zulassen. Vom wichtigen Rohstoffursprung oder gar Umweltaspekten bei der Herstellung, Distribution bis hin zur Altölrücknahme einmal abgesehen. Ein solches Vorgehen ist vergleichbar mit einer Vorführung beim TÜV. Ein Fahrzeug mit bestandener TÜV-Prüfung ist in dem Augenblick tauglich am Straßenverkehr teilzunehmen. Nach 500 gefahrenen Kilometern mag das nicht mehr der Fall sein. Beim Auto erkennen Sie die Mängel häufig am Fahrverhalten, an Geräuschen oder schlichtweg an der Optik. Bei Motoren- und Getriebeölen erkennt man mangelhafte Qualität und Standvermögen der Schmierstoffe erst einmal nicht. Selbst ein Fachmann erkennt die Qualität ausschließlich unter Einsatz labortechnischer Analysemittel.

Nichtsdestotrotz leiden Motor, Getriebe, Oberflächen und Dichtungen. Diese erkennbaren Spuren zeigen sich aber erst im Laufe der Zeit. Je nach Beanspruchung und Einsatz des Fahrzeugs treten kostspielige Langzeitschäden auf, die mit dem ordnungsgemäßen Einsatz passender Schmierstoffe und Filter hätten vermieden werden können.

HOCHWERTIGE PRODUKTE

Die Qualität eines Schmierstoffes wird in erster Linie durch die verwendeten Rohstoffe bestimmt. Die Hauptbestandteile eines Schmierstoffes sind die so genannten Grundöle. Art und Menge von Grundölen in einem Produkt entscheiden über das Viskositäts-Temperatur-Verhalten, die Oxidationsbeständigkeit und unter anderem über die Ansprechbarkeit der Additivierung. Im Bereich der Grundöle gibt es viele unterschiedliche Qualitäten und Herkunftsstellen. Neben Erstraffinaten findet man auf dem Markt auch Reraffinate, die aus Altöl aufbereitet werden. Ein hochwertiges Grundöl mit den gewünschten, langanhaltenden Eigenschaften hat seinen Preis. Oest verwendet für seine Produkte ausschließlich beste Qualität.

ADDITIVE

Additive werden einem Grundöl beigemischt, um den Schmierstoff besser an bestimmte Anforderungsprofile wie dem Scherverhalten anzupassen. Durch geeignete Additive werden die Viskositätsstabilität, das Schmutztragevermögen, Wasserbeständigkeit oder Abriebfestigkeit beeinflusst. Eine falsche oder zu hochkonzentrierte Additivierung kann auf Dauer aber auch negative Auswirkungen haben und zum Beispiel Dichtungen zerstören. Gerade bei Dichtungen älterer Machart ist Vorsicht geboten. Die damalsverwendeten Materialien sind nicht so widerstandsfähig gegen chemische Bestandteile wie moderne Dichtungsmaterialien. Es liegt ein feiner Grat zwischen zu hoher und zu niedriger Additivierung. Dichtungen sollten idealerweise etwas „aufquellen“, aber keinesfalls „angefressen“ werden. Das Zusammenspiel, sprich die Kompatibilität der einzelnen Rezepturbestandteile untereinander - vom Grundöl bis hin zu jedem einzelnen Additiv - ist entscheidend.

NUTZUNGSVERHALTEN

Ein guter Schmierstoff zeigt sich erst im Alltag. Ein paar hundert Kilometer überstehen die meisten Schmierstoffe und behalten dabei ihre Eigenschaften. Danach trennt sich die „Spreu vom Weizen“ und genau dann ist die Qualität der eingesetzten Rohstoffe und die Kompetenz und Erfahrung des Herstellers von elementarer Bedeutung. Selbst wenn der eigene Oldtimer lediglich 1.500 Kilometer im Jahr bewegt wird, kann ein der Norm entsprechendes, aber qualitativ mangelhaftes Öl erhebliche Schäden verursachen. Viele Fahrzeugbesitzer können langfristig Reparaturkosten reduzieren, indem sie den richtigen Schmierstoff verwenden und die auf ihr eigenes Nutzungsverhalten optimierten Wartungsintervalle einhalten. Denn auch Öl verliert im Laufe der Zeit durch einen Alterungsprozess seine Eigenschaften - selbst bei geringen Fahrleistungen. Der Schmierstoff macht ein Fahrzeug leider nicht schöner. Aus diesem Grund und aus Unkenntnis heraus sparen viele Halter (und Werkstätten) an hochwertigen Schmierstoffen und abgestimmten Ölfiltern. Wer vorhat, seinen Wagen und dessen Wert über Jahre zu halten und zu steigern, spart allerdings an der falschen Stelle.

BUNTMETALLE

Eher selten, aber dennoch erwähnenswert: Prüfen Sie, ob im Schmierstoffkreislauf Ihres Fahrzeugs Buntmetalle vorhanden sind. Sollten Buntmetalle zum Beispiel im Getriebe verbaut worden sein, dürfen nur Öle mit der Qualifikation bis API-GL3 verwendet werden, ansonsten werden die Buntmetalle angegriffen und korrodieren.

PRODUKTENTWICKLUNG

Neben der Qualität der eingesetzten Rohstoffe spielen Kompetenz und Erfahrung des Herstellers in Bezug auf Labor und Produktion eine wichtige Rolle. Reine Händler entwickeln ihre Produkte nicht selbst. Aber auch unter den Herstellern muss man unterscheiden. Nur vollstufige Hersteller verantworten von der eigenen Produktentwicklung über die Rohstoffauswahl bis hin zum zertifizierten Qualitätsmanagement in Produktion und Logistik alles im eigenen Haus. Eine immer größere Rolle bei der Produktauswahl spielen ökonomische und ökologische Aspekte. Bei Schmierstoffen handelt es sich um chemische Produkte, die grundsätzlich erst einmal schädlich für Natur und Lebewesen sein können. Ein hohes Bewusstsein und eine große Verantwortung sämtlicher Lieferanten in der Prozesskette sind nachweislich nötig, um die Ökobilanz des eigenen Produktes nachhaltig positiv zu beeinflussen. Oest verwendet für die Herstellung der Östol Oldtimer Öle ausschließlich Rohstoffe von zertifizierten Lieferanten in Europa. Regelmäßig stattfindende interne und externe Audits stellen die Einhaltung der hohen Umwelt- und Qualitätsauflagen sicher.

MADE IN GERMANY

Nicht zuletzt bleibt der Punkt der sozialen Verantwortung. Oest stellt seine gesamte Palette an Schmierstoffen für Kraftwagen, Traktoren und Zweiräder ausschließlich in Deutschland her. Das 1915 gegründete Unternehmen im Nordschwarzwald betreibt am Standort Freudenstadt auch ein hochmodernes Forschungs- & Entwicklungslabor mit diversen Prüfständen.

LEIDENSCHAFT OLDTIMER

Im Rahmen einer Club-Ausfahrt können interessierte Oldtimerliebhaber das Mineralölwerk und das Labor gerne nach vorheriger Absprache besichtigen.

ÖSTOL RALLYE TEAM

Am Standort Freudenstadt befindet sich auch das Östol Rallye Team, welches ehrenamtlich und aus Liebe zu Oldtimern die eigenen Fahrzeuge wartet, an Ausfahrten teilnimmt sowie Club- und Messebesuche organisiert. Zum Fuhrpark zählen ein VW T2A Östol Service Bus, ein Ford Eifel Roadster Karmann, ein Jaguar E-Type Roadster Serie II, ein Morris Minor 1000, ein Mercedes SL 190, ein Porsche 356, sowie diverse Traktoren und NSU-Zweiräder. Östol stellt unter anderem auf der Retro Classics in Stuttgart aus. Außerhalb der Messezeit steht eine kompetente Beratung telefonisch oder unter oestol@oest.de zur Verfügung.